Dank von Baltes & Co. gilt Kalter

Bezirksliga: Der Torhüter des SV Paffendorf sichert seinem Team das 2:1 beim SV Untermosel - und damit den Klassenverbleib

Was lange währt, wird endlich gut: Fußball-Bezirksligist SV Pfaffendorf musste bis zum letzten Spieltag um den direkten Klassenverbleib zittern. Den sicherte sich die Mannschaft von Trainer Udo Baltes am Sonntag mit einem 2:1-Erfolg beim SV Untermosel.

KOBERN. Sage einer, es gäbe keine Propheten mehr. Guido Pauly ist einer dieser Hellseher, die schon wissen, wie ein Spiel ausgeht, bevor es überhaupt angepfiffen wird. Einen Sieg mit einem Tor Unterschied hatte der Trainer des TSV Bully/Alf seinem Pfaffendorfer Kollegen Udo Baltes vorausgesagt - und Recht behalten: Mit 2:1 gewannen die Rechtsrheinischen beim SV Untermosel und ersparten sich dadurch am letzten Spieltag die drohende Relegation.

Sollte Pauly allerdings mangelndes Interesse seitens des SVU unterstellt haben - ein Schelm, der solches denkt -, so irrte er sich gewaltig. "Wir wollten auf keinen Fall verlieren", unterstrich Untermosels Trainer Albert Hilger nach der Partie und fand "keine Worte dafür, wie viele Torchancen wir vergeben haben".

Am fehlenden Engagement lag es in der Tat nicht, eher an mangelnder Cleverness. Sascha Arenz, Mario Sabel und Thomas Schambach hätten die Partie selbst dann noch zu Gunsten des SV Untermosel entscheiden können, als die Gäste zum zweiten Mal führten. "Pfaffendorf steht 80 Minuten hinten drin und macht zwei Zufallstreffer", ärgerte sich Albert Hilger. Tor Nummer eins erzielte Hans-Peter Conen durch einen Konter, Tor Nummer zwei Jens Kohlmeier durch einen Freistoß - mit freundlicher Unterstützung von SVU-Keeper Michael Becker.

Im Tor lag wohl das entscheidende Plus des Matchwinners: Kay Kalter hielt, was auf seinen Kasten kam, lediglich Mario Sabels Ausgleich konnte er nicht verhindern. "Er hat das Spiel gewonnen", hatte Udo Baltes ein dickes Lob für seinen Torhüter parat. Kalter selbst stapelte lieber tief: "Ich wollte die anderen einfach nicht hängen lassen."

Ein wenig Eigennutz räumte der Paffendorfer Torhüter dennoch ein: "Natürlich ist die Vorbereitung leichter, wenn man nicht mehr in die Relegation muss." Die Vorbereitung auf die nächste Saison wohlgemerkt, die Kay Kalter dann als Trainer leiten wird. Und auf die er sich freut: "Die Mannschaft hat sich in der Rückrunde sehr gut entwickelt."

Gestern galten die Glückwünsche zunächst aber noch Udo Baltes, der durch einen "absolut zuverlässigen Arbeitskollegen" ständig informiert war, wie es in Bullay stand. "In der Halbzeit habe ich den Spielern gesagt, dass Leimbach 1:0 führt. Danach haben alle sehr aggressiv gespielt." Hätte Markus Schiffler nicht die Chance zum 3:1 vergeben, wäre wohl früher Ruhe eingekehrt. So musste der SV Pfaffendorf bis zur letzten Sekunde zittern, ehe der umsichtige Schiedsrichter Sahm dem Jubel freien Lauf ließ.

Untermosel: Becker - Stasiak, Dittert, Maur, Reif, Mazur, Hilger (87. Renner), Sabel, Schambach, Arenz.

Pfaffendorf: Kalter - Kohnz, Müldner, Schuck, Jarski, Conen, Böhmer, Hümann (75. Schreieck), Schiffler (70. Wasweiler), Kohlmeier, Burmeister.

Schiedsrichter: Karl Sahm (Lahnstein).

Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Conen (8.), 1:1 Sabel (43.), 1:2 Kohlmeier (47.).

Der Einsatz von Sven Burmeister (Nr. 11) wurde belohnt: Der
SV Pfaffendorf behielt nicht nur gegen Thomas Schambach und
den SV Untermosel die Oberhand, sondern darf ein weiteres
Jahr in der Bezirksliga mitspielen. Foto: Wolfgang Heil