TuS Kröv - SV Untermosel 3:2 (0:1)

Tore: 0:1 Manfred Haag (33.), 1:1 (68.), 2:1 (75.), 3:1 (78.), 3:2 Norbert Simonis (85.)

Gerd Haag - Peter Naunheim, Werner Merkenich, Egbert Neuert (75. Manfred Taubenmann), Rainer Neuert, Werner Merkenich, Matthias Reif, Otmar Maur, Walter Haag, Manfred Haag, Norbert Simonis

Der SV Untermosel Kobern-Gondorf stellte in den gesamten 90 Minuten die bessere Mannschaft, verlor aber dennoch auf kuriose Weise mit 2:3 Toren, obwohl er bis zur 68. Minute mit 1:0 hochverdient führte. In der 1. Halbzeit sah man anfangs ein offenes Spiel mit Szenen vor beiden Toren. Mit zunehmender Spieldauer kristallisierte sich doch immer mehr die Überlegenheit des SVU heraus. Ein herrlicher Spielzug von Norbert Simonis vorgetragen, schloß Manfred Haag in der 33. Minute mit einem Direktschuß erfolgreich zum verdienten 1:0 ab. Danach kamen die Gastgeber von der Obermosel etwas besser ins Spiel, der SVU war aber bei seinen Angriffen weitaus gefährlicher. Die größte Chance des TuS Kröv vereitelte Rainer Neuert per Kopf auf der Torlinie. Zur Überraschung aller Zuschauer führte der Gast aus Kobern-Gondorf zur Pause auf beeindruckender Weise völlig verdient mit 1:0, obwohl der SVU auf seine Stammspieler Peter Haag, Rudi Naunheim, Karl-Heinz Ostkamp verzichten mußte.
Im 2. Spielabschnitt drängte der SVU zunächst weiter auf das 2:0, was auch Norbert Simonis gelang. Doch der Schiedsrichter gab Abseits. Als die Gastgeber dann zeitweise mit 9 oder 10 Mann spielten, schlug der SVU daraus kein Kapital. Es wurden insgesamt 3 x 10 Minuten Zeitstrafen gegen die Gastgeber und eine zum Schluß gegen den SVU (Walter Haag) verhängt. In der 68. Min. kam der TuS Kröv durch einen Flankenball, den Peter Naunheim ins eigene Netz mit dem Fuß abfälschte, zum 1:1-Ausgleichstreffer. Dann machte Torhüter Gerd Haag seinen einzigen Fehler im ganzen Spiel, der zugleich spielentscheidend war. Genau eine Viertelstunde vor Schluß wollte er den Ball ins Seitenaus schlagen, weil ein SVU-Spieler verletzt im eigenen Strafraum lag. Doch ein Kröver Spieler erwischte den Ball noch vor der Seitenauslinie und zog ihn ins lange Eck zur schmeichelhaften 2:1-Führung. Nur zwei Minuten später hieß es nach einem Alleingang, als die Abseitsfalle des SVU nicht klappte gar 3:1. Der SVU schien zu resignieren. Dabei sah man bis zum 1:1 wie der sichere Sieger aus. Manfred Taubenmann kam für Egbert Neuert und versuchte das Ruder nochmal rumzureißen. Der TuS Kröv hatte dadurch mehrere gute Konterchancen, das Ergebnis noch höher zu schrauben. Hoffnung kam in der 85. Minute nochmal auf, als Norbert Simonis mit einem schönen Schuß ins rechte Eck auf 3:2 verkürzte. Aber es reichte nicht mehr.
Im nächsten Spiel in Kempenich wird es sicherlich noch schwerer werden. Vielleicht gelingt es dem SVU mal, seine Leistung über die vollen 90 Minuten zu konservieren. Natürlich gehört auch ein bißchen Glück dazu.