Dahler: Enttäuscht über Wunderstürmer

SVU unterlag im Spitzenspiel dem VfL Trier mit 0:1 - Moselstädter waren der erwartet starke Gegner

SV Untermosel - VfL Trier 0:1 (0:1)


KOBERN. In einem Spitzenspiel der Fußball-Landesliga Süd unterlag der SV Untermosel dem VfL Trier mit 0:1 (0:0).
"Trier ist klarer Favorit. Dies wird ein schweres Spiel für meine Jungs, aus dem sie einiges lernen können. Trotzdem werden wir den Kampf aufnehmen", zeigte sich Untermosels Trainer, Gerd Kalter, vor der Begegnung kämpferisch. In der Anfangsphase der Partie verhielt sich der Tabellenzweite aus Trier verhalten. Trotz kämpferischer und technischer Vorteile vermochten die Gäste hieraus keinerlei Kapital zu schlagen. In der 20. Minute hatten die Gastgeber Glück, als Frank Barth und Rainer Kröber über den Ball schlugen und der Trierer Stefan Zimmer am Tor vorbei schoß. Nur eine Minute später dann doch die verdiente Führung der Moselstädter: Der quirlige Günter Prison flankte von der rechten Seite auf Alfred Bauer. Dieser erzielte aus kurzer Distanz den Führungstreffer für die Gäste. Eine Mitschuld an diesem Treffer muß sich Untermosels Torhüter Johannes Liesenfeld durchaus zusprechen lassen, der die Flanke zum 0:1 im 5-Meterraum nicht abwehren konnte. Trotz gutem kämpferischen Einsatz dominierten die technisch versierteren Trierer. Nüchternes Resümee von Untermosels Trainer, Gerd Kalter, zur Halbzeit: "Trier ist die erwartet clever und abgeklärt spielende Mannschaft. Wir müssen in der zweiten Halbzeit mehr Druck nach vorne machen!
Die "warmen" Worte ihres Coachs nahmen sich die Gastgeber zur Herzen. Zu Beginn der 2. Spielhälfte agierten die Untermoseler wesentlich druckvoller. Doch der behäbige Spielaufbau über zu viele Stationen erlaubte der Trierer Abwehr, sich immer wieder neu zu formieren. Auch vor dem Trierer Gehäuse wirkte die Mannschaft von Gerd Kalter zu harmlos. Im Laufe der zweiten Halbzeit erspielten sich die Trierer wieder einige gute Torchancen, die eine Resultatserhöhung durchaus gerechtfertigt hätten. So ging der knappe Erfolg der Gäste aus Trier am Ende vollkommen in Ordnung.
So lautete auch nach dem Schlußpfiff das anerkennende Resümee: "Trier ist die reifere Mannschaft. Wir konnten nicht wie gewohnt vorne Druck machen. Trier hat in der Abwehr geschickt gestanden! Glücklich über den Sieg, aber enttäuscht über den Gegner zeigte sich Triers Spielertrainer Ludwig Dahler: "Bei der hohen Torausbeute der Untermoseler dachte ich, die hätten Wunderstürmer."
SV Untermosel: Johannes Liesenfeld, Rainer Schwab, Rainer Kröber, Günter Simonis, Wolfgang Löhr, Achim Matzelt (46. Jürgen Simonis), Frank Barth, Thomas Hilgert, Michael Dötsch, Hansi Kröber, Norbert Simonis.