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SVU Handballer sind MEISTER

Bezirksliga Herren: SV Untermosel – SF Neustadt 26:21 (11:8)

Es ist vollbracht! Die Herren des SVU haben sich am Wochenende ihren verdienten Lohn für zehn anstrengende Monate abgeholt und im Spiel gegen SF Neustadt den Kampf um die Meisterschaft für sich entschieden. In einer Bezirksliga, die seit langer Zeit nicht mehr so spannend war wie in diesem Jahr, entschied letztendlich der gewonnene direkte Vergleich gegen den punktgleichen TuS Kaisersesch.

Man wusste also bereits vor der Partie, dass ein Sieg die Meisterschaft bedeuten würde, entsprechend war eine gewisse Anspannung zu spüren. Aber man wusste auch um seine eigenen Stärken und dass man in dieser Saison Zuhause noch keine Punkte abgegeben hatte.

Den besseren Start vor dem zahlreich erschienenen Publikum erwischte der SVU. Beim Spielstand von 2:1 nach wenigen Minuten musste Neustadt den ersten Rückschlag verkraften, denn nach grobem Foul an Marco Görres sah Gästespieler Toni Dimitrevski die absolut berechtigte rote Karte vom sehr gut leitenden Unparteiischen Daniel Freese. In der Folge war der SVU klar überlegen und führte nach 12 Minuten bereits 5:1. Aber wie bereits im Spiel in Bendorf vorige Woche stimmte die Abschlussquote nicht, dazu kamen in der folgenden Phase mehrere technische Fehler. So holte Neustadt zunächst langsam auf 5:3 auf und drehte innerhalb von drei Minuten die Partie zum 5:6. Folglich nahm der SVU eine Auszeit. Diese zeigte Wirkung, denn endlich fiel der erste Treffer nach knapp zehn torlosen Minuten. Der SVU agierte wieder sicherer und holte sich die 9:7 Führung zurück, worauf auch die Westerwälder mit einem Timeout reagierten. Keine überhasteten Aktionen und mit drei Toren Vorsprung in die Halbzeit gehen, lautete die Zielsetzung des SVU für die letzten Minuten des ersten Spielabschnittes. Das setzte die Mannschaft gut um, sodass beim 11:8 die Seiten gewechselt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Halbzeitansprache fiel kurz aus. Das Hauptaugenmerk sollte weiter auf der Defensive liegen, Verbesserungen sollte es bei der Chancenverwertung sowie dem Tempospiel geben.

In der Tat legte der SVU optimal los, sodass die Führung schnell auf 14:8 ausgebaut werden konnte. Danach verlief die Partie ausgeglichen weiter. Die Sportfreunde von der Wied kamen kurzzeitig näher heran (18:15 nach 45 Minuten), doch der SVU wollte den Sieg unbedingt. Mit großem Einsatz wurde der alte Abstand von sechs Toren beim 21:15 wiederhergestellt. Auch die dritte Zeitstrafe und damit die Disqualifikation gegen Matthias Brod nach 52 Minuten brachte den Sieg nicht mehr in Gefahr, sodass der SVU nach 60 Minuten mit 26:21 gewinnen konnte.

Ein verdienter und ungefährdeter Sieg für den SVU, der einmal mehr wegen einer soliden Abwehr mit einem bärenstarken Niklas Kroth dahinter das Spiel für sich entscheiden konnte.

Nach dem Spiel wurde dann ausgelassen bei Pizza und Getränken gefeiert, wobei auch die obligatorische Weißbierdusche für den Meistertrainer nicht fehlen durfte. Da auch die super Kulisse in der Koberner Sporthalle mit deutlich über 100 Zuschauern eines Meisterschaftsspieles würdig war, war die Stimmung gut. An dieser Stelle vielen Dank an alle fürs anfeuern, es hat unglaublichen Spaß gemacht!

Damit beendet der SVU die Saison in der Bezirksliga als verdienter Meister und steht als Aufsteiger in die Landesliga fest. Dabei konnten in jedem Spiel dank des breiten Kaders 14 Spieler eingesetzt werden und alle Heimspiele gewonnen werden. Zur nächsten Saison wird die Mannschaft durch mindestens zwei weitere Spieler verstärkt – näheres dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

Für den SVU spielten in dieser Saison: Tom Fachinger, Sascha Priesters, Niklas Kroth, Clemens Klee, Jörg Naunheim, Sebastian Schuler, Bernd Frevel, Christian Metz, Christian Schmitt, Christoph Kimling, Christoph Zepp, Daniel Meurer, Felix Naunheim, Jonas Rißmann, Kevin Kallweit, Lars Langen, Manuel Schmidt, Marco Görres, Mathias Eberz, Matthias Brod, Michael Reif, Nico Winkler, Oliver Schmidt, Philipp Kinon, Stefan Haouchet. Trainiert wurde die Mannschaft von Christian Metz und Michael Metz.

CS/ha

Saisonfinale steht an: SVU will die Meisterschaft in der Bezirksliga einfahren

Bezirksliga Herren: TS Bendorf III – SV Untermosel 21:25 (10:12)

Vorletztes Saisonspiel, letztes Auswärtsspiel. Am Samstag reisten die Herren als Tabellenführer und Favorit nach Bendorf, um sich mit der Dritten der Turnerschaft zu messen.

Beim SVU fehlten neben Lars Langen und Stefan Haouchet auch Jonas Rißmann, Kevin Kallweit und Manuel Schmidt. Dafür gab es nach auf den Tag genau fünf Jahren ein Comeback beim SVU: Am 11. März 2012 bestritt Bernd Frevel mit dem Spiel bei der HSG Kastellaun/Simmern III sein letztes SVU Auswärtsspiel, bevor er aus beruflichen Gründen in die Schweiz zog. Da er nun vermehrt wieder in der Heimat anzutreffen ist, ließ er sich die Chance natürlich nicht nehmen, die Handballschuhe wieder zu schnüren und dem verletzungsgeplagten SVU auszuhelfen.

Gegen die wesentlich älteren Gastgeber wollte der SVU von Beginn an volles Tempo gehen, um sich nicht im Positionsangriff aufreiben zu müssen und Bendorf über einfache Tore zu schlagen. Ganz so einfach klappte es aber leider nicht …

Nach sechs Minuten führte der SVU bereits mit 4:1. Lange Angriffe auf Bendorfer Seite und eine gute SVU Defensive brachten nach 15 Minuten eine 8:4 woran auch die Manndeckung gegen Marco Görres nichts ändern konnte. Es folgten etliche liegengelassene Chancen, darunter auch der erste Fehlversuch von der Siebenmeterlinie, die zu einem Bruch im Spiel des SVU führten. Bis zur 21. Minute konnten die Gastgeber ausgleichen, weshalb Trainer Christian Metz zur grünen Karte griff. Es folgte der nächste vergebene Siebenmeter, woraufhin Bendorf sogar in Führung gehen konnte. Der erste SVU Treffer nach fast zehn Minuten ohne eigenes Tor führte wieder zu mehr Selbstbewusstsein bei der Mannschaft, die danach, obwohl auch der dritte Strafwurf nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht wurde, wieder die Führung übernehmen konnte. Im vierten Versuch verwandelte Oliver Schmidt auch endlich „souverän“ von der 7m-Linie – Innenpfosten, Torwart, rein. Zur Pause konnte Bendorf noch auf 10:12 verkürzen.

Größte Schwäche beim SVU war bis hierhin sicherlich die Chancenverwertung, wobei teilweise auch zu unvorbereitet abgeschlossen wurde. Positiv hervorzuheben war über weite Strecken die Abwehr, die im ersten Spielabschnitt nur zehn Gegentore erlaubte, darunter drei Strafwürfe.

Nach der Pause legte der SVU erneut vor und konnte auf 14:10 erhöhen, aber Bendorf kämpfte sich wieder auf 14:15 heran und es waren bereits 43 Minuten gespielt. Wenig später folgte die beste Phase des SVU. Von 17:15 konnte man sich nach 51 Minuten scheinbar vorentscheidend auf 21:16 absetzen. Im Handball kann es aber selbst in einem solch torarmen Spiel schnell gehen. Vorne wurde wieder viel verschossen, schon waren die Gastgeber beim 19:21 wieder in Schlagdistanz. Letztlich brachte aber auch das die Moselaner nicht aus der Ruhe, sodass die Partie zum Schluss sicher mit 25:21 gewonnen werden konnte.

Kein besonders schöner, aber ein verdienter Sieg, hatte man doch bis auf eine Ausnahme das ganze Spiel über geführt. Zudem hatte man das bessere Tempospiel sowie eine starke Defensive mit einem sicheren Niklas Kroth als Rückhalt. Lobenswert war auch das Überzahlspiel des SVU – es wurden stets gute Chancen herausgespielt. Schwach war hingegen die Chancenverwertung (u.a. nur 2/6 Strafwürfen verwandelt), zudem wurde einige Male in der Abwehr zu viel spekuliert. Es war eine mannschaftlich gute Leistung, wobei sich die Treffer auf viele Schultern verteilten. Beste Torschützen des SVU waren Nico Winkler mit sieben sowie Michael Reif mit vier Treffern bei sehr guter Wurfquote.

Somit ist für das Saisonfinale am kommenden Samstag alles angerichtet. Im Heimspiel am 18. März um 19:45 Uhr empfängt der SVU die Sportfreunde Neustadt zum letzten Saisonspiel. Trotz deren doch recht deutlicher Niederlage am Wochenende gegen den Tabellenzweiten TuS Kaisersesch, darf man Neustadt nie unterschätzen. Sie konnten unter anderem bereits den Tabellendritten, die TG Oberlahnstein schlagen.

Die Ausgangssituation für die junge Mannschaft des SV Untermosel ist klar: mit einem Sieg gegen Neustadt kann die Meisterschaft in der Bezirksliga sicher gestellt werden und damit verbunden der Aufstieg in die Landesliga.

Mannschaft, Trainerteam und die gesamte Handballabteilung des SV Untermosel würden sich riesig freuen, wenn zu diesem möglicherweise größten Erfolg im Herrenbereich des SVU-Handballs alle Handballfans, SVUler, Sponsoren und Sportinteressierte den Weg in die Koberner Sporthalle finden würden. Wir würden gerne mit Euch ein tolles Saisonfinale erleben!

CS/ha

11. Februar 2017

Et het noch immer jot jejange!

Bezirksliga Herren: SV Untermosel – TG Oberlahnstein 25:24 (17:13)

Ein weiteres Topspiel der Bezirksliga stand am Samstag in der Koberner Sporthalle an. Nach dem Unentschieden im Hinspiel und respektablen Ergebnissen der TGO wusste man auf Seiten des SVU, dass es kein Selbstläufer werden würde. Entsprechend motiviert ging man in die Partie.

Vor einer sehr guten Kulisse konnte Oberlahnstein zunächst mit 1:2 in Führung gehen, doch dann hatte sich die SVU Defensive gefunden. Mit dem sicheren Rückhalt von Jörg Naunheim im Tor, der wie im Hinspiel viele Paraden verzeichnen konnte, kassierte man in den ersten 15 Minuten der Partie lediglich vier Gegentore. Im Angriff war es in der Anfangsphase vor allem Marco Görres, der mit fünf der ersten acht Treffer wesentlichen Anteil an der 8:4 Führung des SVU nach 15 Minuten hatte. Die Gäste gaben sich jedoch nicht auf und konnten in den folgenden Minuten Tor um Tor aufholen. Beim 8:7 übernahm die SVU Defensive wieder die Regie und konnte nun unter anderem zwei Gegenstoßtreffer erzielen, obwohl in der Partie beide Mannschaften ein sehr gutes Rückzugsverhalten an den Tag legten. So konnte die Führung bis zur 23. Minute auf 13:8 hochgeschraubt und der Gast zur Auszeit gezwungen werden. Dabei änderten die Gäste ihre Offensivausrichtung dahingehend, dass sie nun vermehrt über die Abwehrmitte und den Kreisläufer anstatt den Halbpositionen attackierten. Bis zur Pause bekam der SVU dies nicht richtig unter Kontrolle. Im Angriff konnten die Moselaner aber weiterhin überzeugen, sodass man mit einer 17:13 in die Pause gehen konnte.

In den ersten 10 Minuten von Hälfte zwei änderte sich nicht viel, nur wurde die Partie nun ruppiger. 22:17 führte der SVU nach 42 Minuten. Die TGO kämpfte weiter und konnte ihrerseits in den nächsten Minuten auf 22:20 verkürzen. Beide Mannschaften kämpften jetzt bis aufs Äußerste. Beim 25:22 vier Minuten vor dem Ende sah alles nach einem sicheren SVU-Sieg aus, man hatte ja auch zuvor seine Angriffe sehr lange ausgespielt und Zeit von der Uhr genommen. Zwei Minuten vor dem Ende ein weiterer Gästetreffer, 25:23. Es folgte ein weiterer Ballverlust. Gegenstoß. Aber Jörg Naunheim war zur stelle und konnte parieren. War das die Entscheidung? Bei knapp 60 verbleibenden Sekunden griff der SVU zur grünen Karte – Timeout. Den Ball nicht mehr hergeben, bis zum passiven Vorwarnzeichen des Schiedsrichters den Ball behalten, Freiwürfe holen und vielleicht noch einen Block stellen. So einfach kann Theorie sein – doch bereits im Hinspiel ging man mit einem Tor Vorsprung und Ballbesitz in die letzte Minute und erreichte schlussendlich nur ein Unentschieden. In der Tat verlor man vorne den Ball, konnte den langen Pass der Turngemeinde aber wieder abfangen. Es folgte eine kleine Slapstickeinlage: unser Torwart bot sich zum kurzen Pass an, wurde jedoch nicht angespielt. Stattdessen ein Fehlpass, den ein Akteur der Gäste im leeren Gehäuse unterbrachte. Immer noch 15 Sekunden zu Spielen, noch ein Tor Vorsprung. Dieses Mal wurden dabei souverän zwei Freiwürfe geholt, bis endlich die ersehnte Schlussssirene ertönte. Große Erleichterung bei Spielern und Zuschauern, 25:24 und damit am Ende ein knapperer Sieg, als es hätte sein müssen.

Dieser Sieg ist aufgrund der ständigen SVU-Führung auch sicherlich ein verdienter Sieg, bei dem man sich zum Schluss das Leben noch unnötig schwer machte. Ausschlaggebend waren das klar gewonnene Torhüterduell sowie, ohne die Leistung der anderen Spieler schmälern zu wollen, ein überragender Marco Görres in der Offensive. Die zweite Halbzeit war gegenüber der ersten wesentlich mehr von Härte und Kampf geprägt, sodass dann auch insgesamt weniger Treffer fielen. Respekt auch an die Gegner von Lahn und Rhein, die immer an ihre Chance glaubten und dem SVU-Team bis zum Schluss alles abverlangten.

Damit hat der SVU nun alle Spiele gegen direkte Konkurrenten um die Meisterschaft absolviert und dabei auch gegen alle den direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit entscheidet, gewonnen. Nach Verlustpunkten befindet sich nur noch der TuS Weibern II vor dem SVU, hat jedoch auch erst acht Partien in dieser Saison bestritten. Nach vier Wochen Pause steht am 11. März, 17:30 Uhr, das letzte Auswärtsspiel der Saison bei der TS Bendorf III an, ehe eine Woche später am 18. März zum letzten Saisonspiel die Sportfreunde aus Neustadt in der Koberner Halle gastieren. Anwurf dieser Partie ist um 19:45 Uhr.

CS/ha

04. Februar 2017

Deutlicher Sieg der Herren beim Tabellenschlusslicht

Bezirksliga Herren: TG Boppard – SV Untermosel 15:30 (6:13)

Am Samstag reisten die Herren zum Tabellenschlusslicht nach Boppard. Obwohl die Tabellensituation und die letzten Ergebnisse eine deutliche Partie erahnen lassen konnten, wollte man die TG dennoch nicht unterschätzen und sich auf keinen Fall blamieren.

Da glücklicherweise der SVU in des Gegners Halle Zeitnehmer und Sekretär stellen konnte, startete die Partie nach einer kurzen Einweisung in die Hallenuhr. Während die Abwehr des SVU sehr solide Stand und keine Anlass zur Sorge bot, sah das im Angriff zunächst etwas anders aus. Chancen wurden zwar teilweise erspielt, die Chancenverwertung hingegen war katastrophal, sodass der erste Treffer der Partie erst nach über sechs Minuten fiel. Und es dauerte noch eine Weile bis der SVU in Fahrt kam, denn dem ersten Treffer der Gastgeber zum 1:2 (8. Minute) folgten erneut vier Minuten Torflaute. Jetzt nutzte der SVU aber endlich seine Möglichkeiten und konnte sich auf 1:7 (17.) absetzen. Bereits jetzt begann man beim SVU durchzuwechseln, da trotz suboptimalem Verlauf der Partie nie die Befürchtung bestand, dass das Spiel noch einmal knapp werden könne. Beim Stand von 6:13 wurden die Seiten gewechselt, hätte man seine klaren Torchancen genutzt, hätte der SVU zu diesem Zeitpunkt bereits 20 Treffer erzielt haben können.

In der zweiten Hälfte lief die überaus faire Partie, in welcher der gute Schiedsrichter Christian Weiß nur eine Zeitstrafe verhängen musste, weiter vor sich hin. Die ersten sechs Treffer gehörten dem SVU, der damit nach 38 Minuten mit 6:19 vorne lag. Nun wurde sehr viel gewechselt und ausprobiert, was das Spiel für die wenigen Zuschauer natürlich nicht ansehnlicher machte. Immerhin konnten sich alle Feldspieler in der Torschützenliste eintragen. Erfreulich aus Sicht der Mannschaftskasse, dass kurz vor Ende noch das 30. Tor fiel, sodass die Partie mit 15:30 endete. Kurz gesagt: Ein glanzloser aber souveräner Pflichtsieg des SVU trotz schwacher Chancenverwertung, bei dem alle Spieler ihre Spielanteile bekamen.

Mit Blick auf die Tabelle lohnte sich an diesem Wochenende auch der Blick auf eine andere Partie in der Bezirksliga: Da der TuS Kaisersesch in Oberlahnstein unentschieden spielte, rückt der SVU nach Verlustpunkten an Oberlahnstein vorbei und zieht mit dem TuS gleich, befindet sich jedoch wegen des gewonnenen direkten Vergleichs in der Tabelle nun vor Kaisersesch. Für den SVU steht in der kommenden Woche eine enorm wichtige Aufgabe an, denn mit der TG Oberlahnstein gastiert am Samstag, 11.02., um 18:00 Uhr ein Topteam der Bezirksliga in Kobern. Nach dem Unentschieden im Hinspiel will der SVU die Punkte dieses Mal unbedingt in Kobern behalten. Wir freuen uns auf viele Zuschauer!

CS/ha

21. Januar 2017

SVU kassiert bittere Niederlage in Weibern

Bezirksliga Herren: TuS Weibern II – SV Untermosel 31:22 (19:9)

Es ist das bekannte schwere Pflaster in Weibern – man kann dort nicht schön spielen, sondern Punkte nur über den Kampf gewinnen. Leider ließ das SVU-Team diesen auch einmal mehr vermissen, die Niederlage fügte sich im Prinzip nahtlos an das 28:17 aus dem letzten oder das 24:15 aus dem vorletzten Jahr an.

Dabei verlief der Start in die Partie eigentlich ziemlich gut. Denn trotz Fehlen von Lars Langen (Auslandssemster), Oliver Schmidt (Bänderriss), Christoph Kimling (familiäre Gründe) sowie Stefan Haouchet (studienbedingt), fielen die ersten drei Treffer des SVU von der Rückraum-Rechts Position, erzielt von Felix Naunheim. Nach gut zehn Minuten sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel (5:5), bei dem der SVU allerdings sein Tempospiel gänzlich vermissen ließ. In der Folge konnte sich Weibern erstmals auf 8:5 absetzten und den SVU zu einer Auszeit zwingen. Diese sollte zunächst Wirkung zeigen und den SVU auf 9:8 heran bringen.

Dann konnte Weibern die Aufholjagd erfolgreich beenden. In den letzten zehn Minuten passte nichts mehr auf Seiten der Gäste, bis zur Pause erhöhte Weibern seinen Vorsprung auf Sage und Schreibe 19:9. Bei allem Hadern mit dem Schiedsrichter, hatte sich der SVU das aber zum größten Teil selbst auf die Fahnen zu schreiben, etliche Bälle wurden vorne ohne zwingende Torchancen abgegeben, es war kein deutlicher Zug in Richtung Tor erkennbar und in der Abwehr hatte man weiterhin keine Kontrolle über die enorm Wurfstarken gegnerischen Spieler auf den Halbpositionen.

Entsprechend laut wurde die Ansage des Trainers in der Kabine, aber man wollte verbessert auf das Spielfeld zurückkehren, die zweite Halbzeit gewinnen und dann schauen was noch geht.

Die Realität war leider das komplette Gegenteil dazu: 15 Minuten dauerte es in Halbzeit zwei bis zum ersten SVU Treffer durch Marco Görres, wenn Chancen erspielt wurden, scheiterte man am starken Weiberner Schlussmann. Auf der Gegenseite fielen acht Tore, die brandneue Anzeigetafel der Gastgeber zeigte also den Spielstand von 27:9. Entsprechend hatte die Partie mittlerweile Freundschaftsspielcharakter entwickelt, ohne harte Fouls, dafür mit zwei Teams, die munter auf allen Positionen durchwechselten. Dem Weiberner Spiel merkte man diese Wechsel deutlicher an, sodass die letzten Minuten des Spiels dem SVU „gehörten“ – natürlich ohne das Ergebnis auch nur annähernd gefährden zu können. Mit dem 31:22 Endstand wurde immerhin noch das Ziel erreicht, die zweite Halbzeit zu gewinnen. Die "Ergebniskosmetik" der letzten Minuten könnte zum Saisonende nochmal wichtig werden, da mit der in Grenzen gehaltenen Niederlage der direkte Vergleich für den SVU spricht (das Hinspiel wurde mit 31:17 gewonnen).

Trotzdem kassierte der SVU zum Jahresbeginn eine deutliche und verdiente Niederlage gegen ein extrem wurfstarkes Weiberner Team. Gegen diesen Gegner mit seinen Rheinland-, Ober- oder Regionalliga, wenn nicht sogar höherklassig erfahrenen Spielern, darf man verlieren – die Art und Weise, wie es passiert ist, ist hingegen nicht akzeptabel. Kein Kampf, kein mannschaftlich geschlossenes Auftreten, was gegen Kaiseresch noch der Siegesgarant gewesen war.

Entertainment – wenn man es so nennen kann – war hingegen einiges geboten, und zwar von der Position des Unparteiischen. „Wir haben ja viel gehört, aber in echt ist das ja noch lustiger“, sagten einige Spieler der Rheinlandliga-Mannschaft des TuS Weibern, die im Anschluss spielen sollten. Sei es ein korrigierter, nicht angepfiffener Anwurf, der zum Freiwurf für die Gegner führte, eine doppelte Zeitstrafe gegen die Bank „weil nur zwei Personen stehen dürfen“ oder das Vergessen der Spielfortsetzung auf dem Weg zum Zeitnehmertisch und zurück. Nur einige Beispiele der Leistung des Unparteiischen, die – da es ja kein enges Spiel war – zum Glück keinen wesentlichen Einfluss auf den Spielausgang nehmen konnte.

Die Niederlage muss jetzt schnell wieder aus den Köpfen verschwinden, denn gegen diese Weiberner Mannschaft werden auch noch einige Mitkonkurrenten um die Meisterschaft ins Straucheln kommen. Nach einer Woche Pause steht das nächste Spiel am Samstag, 4. Februar, um 19:00 Uhr bei der TG Boppard an. Dort müssen zwingend wieder zwei Punkte her!

CS/ha

10. Dezember 2016

Revanche eindrucksvoll geglückt – wichtiger Sieg im Spitzenspiel

Bezirksliga Herren: SV Untermosel – TuS Kaisersesch 27:20 (12:9)

Für die Herren stand zum Jahresabschluss am Samstag ein echtes Highlight auf dem Programm. Zu Gast in der Koberner Halle war der TuS Kaisersesch, Tabellenzweiter und dank des Hinspielsieges gegen den SVU mit einem Verlustpunkt weniger auf dem Punktekonto. Entsprechend groß waren die Vorfreude und der Siegeswille beim SVU. Auch die Halle war sehr gut besucht, sodass die Motivation hoch war.

Genau das zeigte der SVU von Beginn an. Die Abwehr kämpfte und stand bombensicher, sodass nach sieben Minuten eine 3:0 Führung auf der Anzeigetafel stand. Sicherer Rückhalt im gesamten Spiel der starke Torhüter Sascha Priesters.

In der Folge jedoch scheiterten einige Angriffsversuche des SVU, sodass die Gäste auf 3:2 heran kamen. In der spannenden ersten Hälfte konnte sich dann der SVU nochmals absetzen – Kaisersesch glich abermals aus. Erst beim 10:8 deutete sich eine Richtung für den Halbzeitstand an, da der SVU auch vorne wieder sicherer agierte. Mit einem Siebenmeter unmittelbar vor der Pause hätte man die Führung auf vier Tore ausbauen können, doch dieser konnte nicht im Tor untergebracht werden. 12:9 zur Pause – in einem nicht zu harten oder unfairen Spiel, das sehr stark durch beide Defensivreihen geprägt war.

In der Pause gab es in der SVU-Kabine nicht sehr viel zu sagen, die Abwehr stand gut. Lediglich in der Offensive sollte mehr Bewegung ins Spiel gebracht werden.

Das Spiel verlief zunächst ausgeglichen, beim 15:12 betrug der Vorsprung noch immer drei Tore. Jetzt konnte der SVU erstmals auf fünf Treffer erhöhen. Vor allem Marco Görres lieferte eine starke Partie, konnte nun wichtige Tore erzielen und Kaisersescher Zeitstrafen provozieren. Das führte zudem zu internen Querelen auf deren Seite, während beim SVU alle Spieler und Ergänzungsspieler einander aufbauten und sich unterstützten. Der Vorsprung hatte unterdessen lange Bestand – beim 24:19 war das Spiel entschieden, die Gastgeber konnten nun etwas durchwechseln und sogar noch auf 27:20 erhöhen. Beide Teams lieferten kämpferisch eine sehr starke Leistung und boten dem Publikum eine ansehnliche Partie.

Es war eine konzentrierte Leistung des SVU über die gesamte Spieldauer. Ausschlaggebend für den Sieg war vor allem die Defensive, die nur 20 Gegentreffer des Tabellenzweiten zuließ. Darunter waren noch fünf Strafwurftreffer der Gäste. Das Training unter der Woche hatte offenbar gefruchtet, denn es war eine mehr als deutliche Steigerung der Abwehr gegenüber den vorherigen Partien in Neustadt und Horchheim.

Nun steht erst einmal eine kleine Pause an. Die nächste Partie wird zugleich der nächste Brocken. Am 21. Januar gastiert man beim TuS Weibern II. Dort verlor man in den vergangenen Jahren meist deutlich. Problem eins wird das Harz am Ball werden, zudem weiß man vorher nie, welche Mannschaften und welche Spieler einen in Weibern erwarten. Aber: mit einer solchen Defensive wie gestern muss man sich in dieser Liga vor keinem Gegner verstecken! Anwurf in Weibern am 21.01.2017 ist um 17:30 Uhr.

CS/ha

03. Dezember 2016

Sieg in Horchheim – es folgt das Topspiel

Bezirksliga Herren: SV Untermosel – TuS Horchheim 31:35 (15:19)

Am Samstag reisten die Handballer des SVU zum ersten Spiel der Rückrunde nach Horchheim. Gegen die Verbandsligareserve des TuS wollte man unbedingt punkten, um den ersten Tabellenplatz zu verteidigen.

Die Gastgeber waren vor dem Spiel Vorletzter der Tabelle – hatten aber dennoch ihre Spiele immer knapp verloren. Entsprechend war man auf Seiten des SVU gewarnt, dass es sicher kein Selbstläufer werden wird.

Der SVU startete nicht optimal in die Partie. Die Abwehr stand nicht und verlor bei Horchheimer Spielzügen zu oft die Zuordnung, im Angriff wurden zu risikoreiche Pässe gespielt und einige Abschlüsse landeten neben dem Tor oder konnten vom gegnerischen Keeper entschärft werden.

Es resultierte ein 6:5 Rückstand nach ca. 10 Minuten. In der Folge fing sich der SVU und konnte die Führung erzielen. Wichtig dazu waren Ballgewinne in der eigenen Abwehr, die in schnellen Tempogegenstößen zu einfachen Toren führten. Nachdem man sich auf 7:10 abgesetzt hatte, konnte Horchheim noch mal auf ein Tor herankommen, doch mit vier Treffern in Folge setzte sich der SVU auf 9:14 ab. Bis zur Pause hielt dieser Vorsprung, beim Stand von 15:19 wurden die Seiten gewechselt.

In Halbzeit zwei hatte der Vorsprung weiter bestand. Erst beim 21:26 kam ein unerklärlicher Bruch ins SVU Spiel und „die Blauen“ waren plötzlich wieder auf zwei Tore herangekommen. Durch wenige Umstellungen sowie ein Timeout konnte sich der SVU jedoch wieder steigern und erhöhte den Vorsprung postwendend wieder auf fünf Treffer. Bis zum Schluss änderte sich daran nicht mehr allzuviel – 31:35 lautete das Endergebnis.

Trotz Verbesserungspotenzial vor allem in der Defensive sowie im Torabschluss gehen die beiden Punkte verdient an die Mosel. Wichtig für den Sieg war dabei vor allem die rechte Angriffsseite, über die 23 der 35 Tore erzielt wurden. Einmal mehr geht zudem ein Sonderlob an unsere „Mediziner“ Sebastian Schuler und Daniel Meurer, die sich ohne selbst zu spielen voll in den Dienst der Mannschaft stellen, um die verletzten Spieler schnell wieder auf die Platte zu bringen!

Damit hat der SVU seine Hausaufgaben erledigt und für kommende Woche ist alles angerichtet. Der Tabellenführer empfängt mit dem TuS Kaisersesch den Tabellenzweiten – aus dem Hinspiel ist da noch eine Rechnung offen! Mit einem Sieg kann der SVU auch nach Verlustpunkten die Tabellenspitze erklimmen. Gleichzeitig ist es für die Herren das letzte Spiel des Jahres. Wir hoffen also auf eine volle Halle und große Unterstützung! Anwurf am Samstag (10.12.) ist um 17:30 Uhr.

CS/ha

26. November 2016

Wichtiger Auswärtssieg

Bezirksliga Herren: SF Neustadt – SV Untermosel 28:33 (15:19)

Am Samstag stand für die Herren die längste Auswärtsfahrt der Saison nach St. Katharinen auf dem Programm, wo die SF Neustadt derzeit ihre Heimspiele bestreiten. Der Gegner ist aus den letzten Jahren bekannt und konnte zum Beispiel letztes Jahr zwei Punkte mit aus Kobern nehmen. Vor der Partie waren beide Mannschaften nach Verlustpunkten noch punktgleich, es war also ein wichtiges Spiel für beide Teams.

Personell machte sich auf Seiten des SVU einmal mehr die breite Personaldecke bezahlt, denn trotz einiger Ausfälle konnte man mit voll besetzter Bank antreten. Nach der 0:1 Führung des SVU zogen die Gastgeber gleich und legten im Anschluss ein Tor vor. Beim zwischenzeitlichen 8:7 war bereits zu erkennen, dass es alles andere als einfach werden wird für den SVU. Auf dem Weg nach vorne wurde das Tempospiel nicht mit letzter Konsequenz durchgezogen – immerhin wurden sich Chancen erspielt und diese wurden auch genutzt. In der Defensive fand man zunächst keinen Zugriff auf die beiden erfahrenen Rückraumspieler, die das Neustädter Angriffsspiel lenkten und am Ende die Hälfte der Tore selbst erzielen sollten.

Da sich die Abwehr allmählich besserte und sich Neustadt durch überflüssige Zeitstrafen (am Ende waren es alleine drei Zeitstrafen wegen Meckerns) selbst schadete, konnte sich der SVU langsam absetzen. Bis zur Pause konnte sich über 10:13 und 13:14 auf 15:19 absetzen. Wichtig in der ersten Halbzeit war dabei die Treffsicherheit von Nico Winkler über Rechtsaußen, der am Ende mit Lars Langen bester SVU-Torschütze wurde (je neun Tore).

Zu Beginn der zweiten Hälfte schmolz der Vorsprung jedoch. Bereits beim 18:20 waren es nur noch zwei Tore unterschied – beim 22:22 hatten die Gastgeber das Unentschieden erkämpft. Ursächlich war, dass der Angriff nun statischer agierte. In der Folge wechselte sich Trainer Christian Metz selbst ein und übernahm in der Offensive die Regie. Zudem folgten einige dynamische Aktionen von Marco Görres, der die Gegner in der Abwehr alt aussehen ließ. Das führte neben seinen acht Treffern auch zu Neustädter Zeitstrafen durch den konsequent und gut leitenden Schiedsrichter Elmar Wahl. Hinzu kamen in dieser Phase einige wichtige Paraden von Torhüter Niklas Kroth.

Der SVU setzte sich langsam wieder ab und war mit vier Toren Vorsprung auf der Siegerstraße, als Neustadt dann fünf Minuten vor dem Ende der Partie mit einer offenen Manndeckung versuchte, das Blatt noch zu wenden. Doch der SVU ließ sich nicht mehr aus dem Konzept bringen, bewegte sich gut und brachte den Vorsprung sicher ins Ziel. Der Endstand der Partie lautete 28:33.

Unterm Strich ein verdienter Sieg des SVU, der mannschaftlich geschlossen auftrat und mit mehr Tempo agierte, als die Hausherren. Man hat in den entscheidenden Situationen einen kühlen Kopf bewahrt und das Spiel letztendlich im Angriff für sich entscheiden können. In der Abwehr besteht noch Verbesserungsbedarf, dort wurde es Neustadt häufig zu leicht gemacht, zu ihren Treffern zu kommen.

Am nächsten Samstag (3.12.) steht erneut ein Auswärtsspiel an. In Koblenz gastiert man bei der Verbandsligareserve des TuS Horchheim. Anwurf ist um 17:00 Uhr.

CS/ha

19. November 2016

Deutlicher Erfolg gegen Tabellenschlusslicht

Bezirksliga Herren: SV Untermosel – TS Bendorf III 29:23 (15:10)

Am Samstag traten die Herren zum Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht TS Bendorf III an. Beim SVU fehlte Stefan Haouchet studienbedingt und die Verletzung von Torhüter Clemens Klee aus dem letzten Spiel stellte sich leider als schwerer als erwartet heraus, sodass er in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Zudem verletzte sich im Training der für diese Partie ohnehin gesperrte Felix Naunheim, sodass auch er wohl einige Wochen fehlen wird. Von der Tabelle her war das Spiel trotzdem eine klare Sache, zudem war die Mannschaft des SVU deutlich jünger aufgestellt. Devise war also hohes Tempo von Beginn an, um das Spiel schnell zu entscheiden.

Das Tempo suchte die Mannschaft des SVU auch, jedoch wurden dabei zu viele Fehler gemacht. Durch schlechte Pässe, verfangene Bälle und schwache Abschlüsse wurden die Gäste ins Spiel gebracht. Beim Stand von 3:7 nach knapp 10 Minuten hatte der SVU einiges zu optimieren.

In der Folge konnte sich die Abwehr wesentlich besser auf die Gegner einstellen und da nun auch die Fehlerzahl im Spiel nach vorne deutlich reduziert werden konnte, war die Aufholjagd gestartet. Bis zur Pause dominierte der SVU das Spiel und man konnte mit einem Vorsprung von 15:10 die Seiten wechseln.

Die Anfangsphase von Hälfte zwei war von Nervosität und Hektik geprägt. Beide Mannschaften leisteten sich reihenweise Fehler. So änderte sich zunächst nicht viel am Spielstand. Doch der SVU zeigte danach, wer die bessere Mannschaft an diesem Tag war und zog von 19:15 auf 26:16 davon. Das Spiel war damit entschieden, sodass gegen Ende sehr viel durchgewechselt werden konnte und alle Spieler ihre Spielanteile bekamen.

Bis zum Abpfiff konnte Bendorf noch Ergebniskosmetik betreiben und auf 29:23 verkürzen. Damit fährt der SVU zwei weitere verdiente Punkte ein. Wenn das Spiel auch nicht über 60 Minuten perfekt verlief, war der Sieg vollkommen ungefährdet und verdient, da der SVU jederzeit spielbestimmend war.

Die nächste Aufgabe steht kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel in St. Katharinen gegen die SF Neustadt an, die man in eigener Halle nie unterschätzen darf.

CS/ha

05. November 2016

Punkteteilung mit hektischem Ende in Oberlahnstein

Bezirksliga Herren: TG Oberlahnstein – SV Untermosel 23:23

Am Samstag stand für die Handballer des SVU ein schweres Auswärtsspiel auf dem Programm. In der engen und rutschigen Halle in Oberlahnstein standen sich zwei voll besetzte Teams gegenüber, die Gastgeber brachten dabei eine stärkere Mannschaft auf die Platte als vorige Woche bei deren Niederlage in Kaisersesch.

Der SVU konnte auf alle Feldspieler zurückgreifen, auf der Torwartposition war das nicht der Fall, sodass Jörg Naunheim als zweiter Torwart eingesetzt wurde. Das war auch gut so, denn den ersten Schockmoment gab es nach nicht einmal einer Minute. Bei einer harmlos aussehenden Parade kugelte sich Torhüter Clemens Klee die linke Schulter aus. Zwar konnten unsere „Physios“ Sebastian Schuler und Daniel Meurer das Gelenk wieder einrenken, doch das Spiel war für den Keeper gelaufen.

Ansonsten verlief der Start ins Spiel aus Gästesicht gut, denn auch dank zweier Pfostentreffer der TGO führte man bald mit 1:4 und konnte sich daraufhin auf 4:8 absetzen. Doch die bis dahin gute Offensive verlor an Druck und die Zahl der eigenen Fehler stieg an. Das lud die konterstarken Hausherren zum Aufholen ein. Beim 10:10 war der Ausgleich gefallen, der SVU konnte jedoch mit einem Tor Vorsprung beim 11:12 in die Pause gehen.

Der Start in Halbzeit zwei gehörte wieder dem SVU, drei der ersten vier Treffer fielen per Strafwurf, die Ausbeute von sechs Toren aus sechs Versuchen war im Vergleich zu den vergangenen Spielen von der Siebenmeter-Linie wieder optimal. Dann fing man sich allerdings zwei Zeitstrafen kurz nacheinander ein. Es folgten fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl, in denen man jetzt den Kopf verlor. Auch danach war der Rhythmus weg, sodass fünf Treffer von Oberlahnstein die 13:16 SVU Führung in einen 18:16 Rückstand umwandelten, was Trainer Christian Metz zur Auszeit zwang. In den Folgeminuten konnte das Spiel wieder offen gestaltet werden. Ein Kuriosum erlebte die Partie als sich Marco Görres für sein „zu risikofreudiges Spiel“ im Angriff eine Zeitstrafe einfing. Der Gegner musste für sein Foul ebenfalls vom Feld. Da der SVU zu diesem Zeitpunkt einen Spieler weniger auf der Platte hatte und kurz darauf ein Oberlahnsteiner wegen eines Abstandsvergehens den Platz verlassen musste, wurde für kurze Zeit vier gegen vier gespielt.

Aber auch in dieser Phase konnte der SVU, dessen Offensivspiel an diesem Tag etwas druckloser erschien als sonst, keine klaren Lücken finden. Erst im Anschluss besserte sich das, folglich fiel beim 19:19 der Ausgleich, der Ausgang der Partie war vollkommen offen.

Jetzt waren es die Moselaner, die immer wieder vorlegen konnten – aber auch immer wieder den Ausgleich hinnehmen mussten. Selbst die Tatsache, dass man von den letzten viereinhalb Minuten vier in Überzahl spielte, da sich die Gegner durch Meckern selbst dezimierten, konnte nicht genutzt werden und brachte keine Entscheidung. Sonderlob für diese Phase geht an Christoph Kimling, der die sich ihm bietenden Lücken in der Abwehr sehr gut nutzte.

Nach 59 Minuten und 20 Sekunden fiel das 23:23 durch die Gastgeber, also Ballbesitz für den SVU. Jetzt durfte man keinen Fehler mehr machen, dann wäre bei der verbleibenden Restzeit ein Punkt fast sicher und die Frage lautete eigentlich nur noch Unentschieden oder Sieg. Eigentlich. Denn bereits zwanzig Sekunden später wurde der Abschluss bei einer nicht klaren Torchance versucht und man scheiterte nicht zum ersten Mal am guten Torwart der Heimmannschaft. Oberlahnstein versuchte erneut zu Kontern, doch der Pass war zu weit. Ausnahmsweise gut, dass ein SVU Spieler nicht zurück gelaufen war und jetzt vorne frei stand. Doch der Keeper der TGO roch den Braten und fing den langen Pass ab. Doch noch eine Chance zu verlieren? Nein, denn zwei Pässe später ging die Schlusssirene, das Spiel war beendet.

Der Wermutstropfen daran war leider ein relativ normales Foul von Felix Naunheim mit dem Schlusssignal, bei dem der Schiedsrichter, der das Spiel zu jeder Zeit im Griff hatte, auf die „Blaue Karte“ entschied. Damit fehlt uns der Kreisläufer in der kommenden Partie, vielleicht, die Entscheidung obliegt dem Staffelleiter, auch länger, da der Bericht des Unparteiischen in Richtung einer Tätlichkeit deutet.

War es ein gewonnener oder ein verlorener Punkt? Zunächst muss man sagen: Sportlich betrachtet war es vor allem ein gerechter Punkt. Beide Mannschaften zeigten ein gutes Spiel und hohen Einsatz. Gleichzeitig war an diesem Abend mehr und weniger drin, denn wenn man vierzig Sekunden vor Schluss den Ball bekommt, muss man diesen nicht mehr abgeben und bekommt ihn erst recht kein zweites Mal. Zum Glück nutzten auch die Gastgeber diese Chance(n) nicht.

Zu mehr als einem Punkt hat es dann am Ende nicht mehr gereicht. Es gab einige Phasen in denen beim SVU nicht viel zusammenlief, das Unterzahlspiel war ausbaufähig und man fand nicht wirklich ins Tempospiel herein. Die Abwehr ließ zwar nur 23 Gegentore zu, hatte bei diesen Toren aber häufig den starken Schlussmann Jörg Naunheim im Stich gelassen, sei es zu passives Verhalten oder keine Arme zum Blocken oben.

Trotzdem muss man sich vor Augen halten, dass das Auswärtsspiel in Oberlahnstein auf jeden Fall zu den schwierigeren Aufgaben in dieser Saison zählt und dass dort wahrscheinlich auch andere Teams Punkte liegen lassen werden.

CS/ha

29.Oktober 2016

TG Boppard sagt spiel kurzfristig ab

Bezirksliga Herren: SV Untermosel – TG Boppard

Richtig gelesen – kein Ergebnis. Da die TG Boppard am Freitagabend wegen Spielermangels absagen musste, gehen die zwei Punkte kampflos auf das Konto des SVU. Da aber zum einen eine Lücke zwischen den Heimspielen nicht schön ist und sich alle auf das Spiel gefreut hatten, wurde die Not zur Tugend gemacht und es hieß SVU (grün) gegen SVU (grau).

Team Grün konnte sich gleich zu Beginn absetzen, und lag mitte der ersten Hälfte bereits sechs Tore in Front, zur Pause zeigte die Anzeigetafel ein 18:13 an. Der Vorsprung hielt auch zu Beginn von Hälfte zwei. Dass beide Mannschaften die Partie durchaus Ernst nahmen, zeigte sich dabei nicht nur durch den Spieleinsatz (zwei Kisten Bier), sondern auch dadurch, dass Schiedsrichter Hans Apel einige Zeitstrafen verteilen musste!

Mitte der zweiten Hälfte konnte Mannschaft Grau allmählich aufschließen, zehn Minuten vor dem Ende sahen sie sich noch drei Toren Rückstand entgegen und spielten die folgenden zwei Minuten in Überzahl. Doch Felix Naunheim zeigte neben seinen Abwehrqualitäten nun auch mal im Angriff, was er alles kann und sorgte mit den Toren 27-31 für die Vorentscheidung für Team Grün. Das Spiel endete 33:29. Das wichtigste war, dass sich niemand verletzt hat und alle Spaß hatten!

Wir freuen uns bereits auf die nächste Partie – die sicherlich kein Zuckerschlecken werden wird – am kommenden Samstag (05.11.16) in Oberlahnstein, Anwurf bei der TGO ist um 18:00 Uhr.

CS/ha

01. Oktober 2016

Richtige Antwort auf die Niederlage der Vorwoche

Bezirksliga Herren: SV Untermosel – TuS Weibern II 31:17 (16:10)

Nach der Niederlage in der vergangenen Woche stand für den SVU am Samstag das nächste Heimspiel auf dem Programm. Gegner in eigener Halle war der TuS Weibern II, der am ersten Spieltag immerhin den TuS Kaisersesch geschlagen hatte. Aber wie man das Team aus den letzten Jahren kennt sind deren Auswärtsspiele nicht mit den Heimspielen vergleichbar.

Dennoch war man natürlich gewarnt und wollte nach dem Drama von Kaisersesch Wiedergutmachung betreiben. Hinten sollte eine solide 6:0 Abwehr für die nötige Stabilität gegen die junge Gästemannschaft sorgen und das Spiel daraus mit hohem Tempo angegangen werden. Denn obwohl auf der Seite des SVU einige Spieler fehlten, bestand der Kader trotzdem aus 14 Spielern.

Die Hausherren starteten besser ins Spiel und konnten so bereits nach wenigen Minuten mit 3:0 in Führung gehen und diese auf 7:2 ausbauen. Nun folgte die erste Unterzahlphase der Partie nach Zeitstrafe gegen Marco Görres. Leider wurde in den zwei Minuten recht unclever gespielt und Weibern wieder ins Spiel eingeladen. Aber der SVU fing sich schnell wieder und baute die Führung vom zwischenzeitlichen 7:5 auf 11:5 aus, zur Pause stand es 16:10. Man hatte das Spiel im Griff und wollte es jetzt entscheiden. So kam es auch, denn allerspätestens beim 24:12 nach drei Vierteln der Spielzeit war der Drops gelutscht. Alle Spieler bekamen jetzt ihre Spielanteile. Das Spiel endete mit einem auch in der Höhe verdienten deutlichen 31:17 Erfolg.

Fazit: Ein deutlicher Sieg auf der Grundlage einer starken Abwehr mit zwei gut aufgelegten Torhütern dahinter – allerdings auch ein Gegner der in dieser Besetzung sicher nicht die Crème de la Crème der Bezirksliga ist. Es steht nun ferienbedingt eine kurze Spielpause an, ehe am 29.10. wieder ein Heimspieltag mit insgesamt vier Spielen ansteht! Gegner für die Herren wird die TG Boppard sein, die gegen Neustadt überraschend hoch gewinnen konnte und gegen Kaisersesch ebenfalls nur mit einem Tor Unterschied verloren hat.

CS/ha

24. September 2016

Spannend bis zur letzten Sekunde

Bezirksliga Herren: TuS Kaisersesch - SV Untermosel  27:26 (12:10)

Am Samstag traten die Herren zum ersten Auswärtsspiel der Saison in Kaisersesch an. Gleichzeitig war es die erste Partie in der renovierten Kaisersescher Halle, die dafür fast zwei Jahre gesperrt war. Entsprechend gut besucht war das Spiel – und das Kommen hatte sich für die Zuschauer gelohnt, denn beide Mannschaften schenkten sich nichts. Das Team des SVU wollte natürlich beide Punkte mitnehmen und den Kaiserseschern, die dieses Jahr auch zu den Titelfavoriten zählen, nach deren Niederlage in Weibern vergangene Woche einen Fehlstart bescheren. Dazu war es die Devise zu spielen was man kann, nicht was man will – denn das war in der vergangenen Woche gegen Horchheim das größte Problem.

Den etwas besseren Start in die Partie fanden die Gastgeber. Durch den ersten ihrer zehn Siebenmeter an diesem Abend konnten sie mit 1:0 in Führung gehen und diese auf 4:2 ausbauen. Doch der SVU fing sich schnell, glich beim 5:5 wieder aus und konnte beim 7:8 erstmals selbst vorlegen. In der bis dahin noch recht tempoarmen Partie kam die Heimmannschaft nun wieder zu den klareren Gelegenheiten, sodass sie bis zur Pause mit 12:10 in Führung ging.

Lediglich 22 Treffer sahen die Zuschauer bisher in einer recht unspektakulären Partie – aber das sollte sich ändern. Denn das langsame Tempo des Spiels sowie die Behaglichkeit in den Aktionen des SVU waren die ausschlaggebenden Punkte dafür.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte zog der SVU also deutlich das Tempo an. Zwar gehörte der erste Treffer noch den Eschern, doch postwendend verkürzte der SVU und konnte alsbald den 10:13 Rückstand in eine 14:13 Führung drehen. Entscheidend war dabei auch Tom Fachinger, denn ab dieser Phase hielt er in der Partie insgesamt vier gegnerische Strafwürfe. Auch wenn der SVU nun vorne lag, war noch lange zu spielen. Bis zum 22:22 sah das Publikum eine Partie völlig auf Augenhöhe, in der der SVU jeweils vorlegte und Kaisersesch wieder gleichziehen konnte. Auch eine zwischenzeitliche doppelte Überzahl, nachdem Kaisersesch trotz Zeitstrafe nach der Auszeit mit sieben Spielern auf dem Feld stand, konnte der SVU nicht zu seinem Vorteil nutzen. Der nächste Führungswechsel stand beim 22:23 an. Waren die Gastgeber jetzt auf der Siegerstraße? Nein, denn die Moselaner holten sich mit zwei Treffern ihre Führung erneut zurück. 24:23 – noch knapp fünf Minuten verbleibend. Anschließend folgten je zwei Treffer auf beiden Seiten – 26:25 Führung für den SVU. 58 Minuten und 7 Sekunden waren gespielt – als Kaisersesch den erneuten Ausgleich schaffte. Schlimmer als das war jedoch die gleichzeitige Zeitstrafe gegen den SVU, der also nun bis zum Ende der Partie in Unterzahl spielen musste. Einige Sekunden später zog Coach Christian Metz die grüne Karte, um während einer Auszeit der Mannschaft nochmal das wichtigste für das Ende mitzugeben. Es sollte ein langer Angriff gespielt werden und nur sichere Torchancen genommen werden. Man wollte kein Risiko eingehen, den Ball nochmal torlos abzugeben.

Eine knappe Minute später ergab sich die Chance endlich – aber Nico Winkler verfehlte von Rechts-Außen knapp das Tor. Letzte Minute, Unterzahl, Gegner in Ballbesitz – spannender geht es kaum. 15 Sekunden vor Schluss begann dann das dramatische Ende der Partie. Der Pass vom Rückraum-Rechten zur Mitte war unpräzise und konnte nicht gefangen werden, trudelte in Richtung Mittellinie. Doch noch eine Chance auf den Auswärtssieg? Das dachten sich gleich drei Abwehrspieler des SVU und stürmten hinaus in Richtung Ball – und wie sich herausstellen sollte in Richtung Niederlage. Denn ein Kaisersescher Spieler erreichte das Spielgerät als erster und konnte einen freien Mitspieler in Szene setzen, denn vor dem SVU-Torraum standen nur noch zwei Abwehrspieler gegen fünf Angreifer. Unter dem tosenden Jubel der Fans brachte der Angreifer den Ball im Tor unter – der SVU verliert sein erstes Auswärtsspiel mit 26:27.

Hinterher fragt man sich natürlich immer: Woran hat es gelegen? Da kann man sicherlich das unclevere Agieren in den letzten beiden Minuten nennen. Allerdings hatte die gesamte Abwehr während des zweiten Durchganges nie richtig Zugriff auf die Partie. Immer wieder konnte der TuS den Kreisläufer anspielen oder wurde zu defensiv verteidigt. Und wenn die Fouls innerhalb des eigenen Torraumes passieren, gibt es eben den Strafwurf. Die Gäste standen immer einen Schritt weiter vorne, sodass der SVU nur auf drei Strafwürfe kam – wovon auch noch zwei vergeben wurden. In der Abwehr wurde sich auch wieder weniger geholfen als im letzten Spiel und es waren teils große Lücken für die Angreifer dort. Und so gelang es dann auch nicht, sich auf mehr als einen Treffer Vorsprung abzusetzen. Das Ende des Spiels mag dann für den einen oder anderen unglücklich aussehen – aber das macht unsere Sportart aus, dass bei zwei gleichstarken Mannschaften am Ende eine knapp die Nase vorne haben kann. Bei aller Kritik soll man aber auch mit dem Lob nicht sparen. Lobenswert ist der Einsatz, den alle Spieler auf dem Feld zeigten, sowie das Umsetzen der vom Trainer zur Pause geforderten Temposteigerung für Durchgang zwei. Zudem funktionierte das Unterzahlspiel recht gut. Die Abwehr spielte diszipliniert ohne grobe Fouls und ließ sich von den unangebrachten gegnerischen Schauspieleinlagen eines Spielers nicht aus der Ruhe bringen.

Man konnte erkennen, dass zwei Mannschaften aufeinander trafen, die am Ende der Saison oben mitspielen werden. Also war die Niederlage für den SVU nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick erscheint, wenngleich natürlich mehr drin gewesen wäre. Jetzt gilt es, das alles wieder schnell aus den Köpfen zu streichen, denn mit dem TuS Weibern II gastiert bereits am nächsten Samstag (01.10., 17:30 Uhr) beileibe kein Leichtgewicht in der Koberner Halle. Im Anschluss (19:30 Uhr) kommt auch auf unsere Damen der nächste Brocken der Rheinlandliga zu – es gastiert der TV Welling! Über zahlreiche Zuschauer würden wir uns freuen.

CS/ha

17. September 2016

Erfolgreicher Saisonstart für das SVU Herren-Team

Bezirksliga Herren: SV Untermosel – TuS Horchheim II 28:24 (15:13)

Erstes Saisonspiel auch für die Herren, der Gegner hieß TuS Horchheim II. Ein Team, das man aus den letzten Jahren kennt, das sich aber auch mit Spielern aus seiner ersten Mannschaft verstärkt hat.

Zu zeigen wer der Herr im Hause ist, die Punkte auf jeden Fall Zuhause behalten, das war das Ziel des SVU. Und der Beginn war gleich vielversprechend. Die Abwehr stand bombensicher und so konnte man sich durch einige Konter, aber auch sicher vorgetragene Angriffe aus dem Positionsspiel schnell einen Vorsprung von 3:0 erarbeiten und diesen auf 7:2 ausbauen. Dann schlichen sich jedoch eine Reihe an Fehlern ein. Lange Pässe wurden zu ungenau gespielt, freie Mitspieler nicht angespielt oder klare Torchancen vergeben. In der Folge war Horchheim beim Stand von 7:5 wieder zurück im Spiel. Dass man doch noch Handball spielen kann, zeigten die Gastgeber aber im Anschluss wieder, sodass der Vorsprung über 9:5 und 14:9 wieder komfortabler wurde. Doch die Konstanz war immer noch nicht vorhanden, also konnten die Gäste bis zur Pause abermals verkürzen. Mit einem knappen Vorsprung von 15:13 ging der SVU in die Kabine.

Die Ansage des Trainers wurde dort kurz lauter, denn obwohl man bisher das ganze Spiel über geführt hatte, hatte man doch den Gegner im Spiel gehalten. Während die Abwehr über weite Strecken gut stand, hätte man nach vorne mehr reißen können. Aber es stand ja noch eine Hälfte bevor, in der man es besser machen konnte. Und die wurde nicht nur wegen der vielen Unterbrechungen zum Trockenwischen des Hallenbodens lang.

Denn die bereits erwähnte Konstanz, das zu zeigen was man kann, die fehlte weiterhin. So konnte man zwar den ersten Treffer im zweiten Spielabschnitt erzielen, erlaubte sich in der Folge aber einmal mehr, Chancen zu vergeben und spielte mit viel mehr Risiko, als es nötig gewesen wäre. Beim 16:15 war der Ausgang der Partie weiterhin vollkommen offen. Das Spiel lief nun hin und her – der SVU legte auf 18:15 vor, Horchheim kam auf 19:18 heran. Zu diesem Zeitpunkt hätte es auch noch schlimmer kommen können, denn die Gäste vergaben gleich mehrere Strafwürfe. Clemens Klee, der in diesen Situationen die Torwartposition übernahm, behielt die Nerven und sicherte den knappen Vorsprung des SVU. In der spielentscheidenden Phase konnte man sich dann aber wieder steigern. Beim 24:19 lag man erstmals wieder mit fünf Toren vorne. Und er sollte auch nicht mehr auf weniger als vier Tore schmelzen, sodass der SVU am Ende verdient mit 28:24 als Sieger vom Platz ging.

Grundlage für diesen Sieg war sicherlich die starke Abwehr, die vor allem im Vergleich zur letzten Saison um eine Klasse besser war. Nach vorne gibt es dagegen noch etwas Optimierungsbedarf. Aber: Ende gut, alles gut. Man lag auch das gesamte Spiel über in Führung, hat die beiden Punkte behalten und kann sich jetzt voll und ganz auf die nächste Aufgabe konzentrieren.

Die steht nächste Woche an, wenn man in Kaisersesch das erste Spiel in der renovierten Halle bestreiten wird. Anwurf am Samstag ist um 19:30 Uhr.

CS/ha

02. September 2016

Die neue Saison steht vor der Tür

Die Ferien sind gerade zu Ende, der August ist es bald und auch die Saisonvorbereitung der Handballer des SV Untermosel wird bald enden. Denn endlich geht die Saison wieder los!

Seit der letzten Saison hat sich einiges getan. Am meisten macht sich auf jeden Fall der Wechsel auf der Trainerposition bemerkbar. Wie bereits im letzten Bericht der vergangenen Saison beschrieben, musste Thomas Naunheim aus beruflichen Gründen sein Amt nach nur einem Jahr wieder abgeben. Das Training leitet seither Christian Metz. Er spielt seit vielen Jahren Handball und hat auch auf der Position des Trainers schon Erfahrungen sammeln können. Zudem wurde er in diesem Jahr für 25 Jahre Mitgliedschaft im SVU ausgezeichnet. Unterstützt wird er von seinem Bruder Michael Metz sowie Jörg Naunheim.

Personell hat sich auch etwas getan, denn mit Christoph Apel verlässt ein Leistungsträger das Team und sucht nun eine Herausforderung in der Oberliga beim TV Mülheim. Die Spielanteile von Christian Metz werden sich aufgrund seiner Trainertätigkeit vermutlich auch deutlich verringern.

Aber es gibt auch Zugänge zu verzeichnen. Nach einem Jahr Abstinenz kehrt Jonas Rißmann aus Horchheim zurück und wird neben Kevin Kallweidt und Michael Reif auf der Linksaußenposition zum Einsatz kommen.

Weiterer Rückkehrer – allerdings nach etwas mehr als einem Jahr – ist Kimi (Christoph Kimling). Er stellt eine wichtige Verstärkung für den Rückraum dar, denn auch bei Stefan Haouchet wird sich die Verfügbarkeit wegen seines Studium verschlechtern. Weiterhin im Rückraum spielen Marco Görres, Matthias Brod, Christian Schmitt sowie natürlich Routinier Oliver Schmidt. In der Hinrunde ist zudem noch Lars Langen dabei, der jedoch ab Januar aufgrund eines Auslandssemesters fehlen wird.

Auf Rechtsaußen sind wir mit Nico Winkler, Manuel Schmidt und Christoph Zepp dreifach besetzt. Ebenso an der Kreisläuferposition, wo mit Mathias Eberz, Felix Naunheim und Daniel Meurer sehr verschiedene Spielertypen agieren werden.

Der dritte Neuzugang ist gar nicht mehr so neu – da er aber noch nicht vorgestellt wurde, tun wir das jetzt. Sebastian Schuler kam über seine Frau Christina, die in unserer Damenmannschaft spielt, zum Handballsport und trainiert schon seit März mit der Mannschaft und erweitert das SVU Torwartteam. Denn obwohl mit Sascha Priesters, Tom Fachinger, und Clemens Klee eigentlich schon drei Torhüter in der Mannschaft sind, sind in der Praxis doch recht selten alle da, sodass es sicherlich nicht schlecht ist, einen weiteren Torwart zu haben. Wie in den letzten Jahren steht in dringenden Fällen Niklas Kroth zur Verfügung und hilft gerne aus.

So viel zur Mannschaft – widmen wir uns nun der bisherigen Saisonvorbereitung. Es wurde fleißig trainiert und viel gespielt. Im Training lag der Fokus zunächst auf individuellem Abwehrverhalten im Eins-gegen-Eins, jedoch auch auf der Abwehr insgesamt. Denn im letzten Jahr war es auffällig, dass die Mannschaft nicht als solche zusammengearbeitet hat und sich in der Abwehr nicht gegenseitig geholfen wurde.

Weiterer Schwerpunkt war eine verbesserung des Tempospiels, denn bis auf direkte Gegenstöße war auch das recht unkoordiniert. Zudem soll im Angriff auf aufwendige und komplizierte Spielzüge verzichtet werden und einfache Auslösehandlungen sollen das Spiel verbessern.

Es hat auch einige Trainigsspiele gegeben – zwei Mal gegen die HSG Kastellaun/Simmern II, je ein Mal gegen den TV Moselweiß sowie den TV Güls. Und es gab ja noch das Pokalspiel gegen den TuS Horchheim. Von diesen Spielen konnte zwar keines gewonnen werden, doch es handelt sich bei allen Gegnern um Verbandsligisten und auf unserer Seite bekamen alle Spieler ihre Einsatzzeiten. Wichtig war es, Fortschritte zu erkennen. Die letzte Chance auf einen Vorbereitungssieg bietet sich am kommenden Samstag, wenn das letzte Vorbereitungsspiel beim TV Moselweiß ansteht.

Erwähnenswert ist sicher auch das „Comeback“ im Tor von Micha Metz gegen den TV Güls, der dabei mehr als 5 Minuten lang ohne Gegentor blieb ;-) Wo soll die nächste Saison hinführen? Das Ziel der ambitionierten Mannschaft ist die Tabellenspitze. Alle Mannschaften die im letzten Jahr vor uns standen sind aufgestiegen, aus der Landesliga nach unten kam die TS Bendorf III. Alle Gegner sind schlagbar, aber dennoch nicht zu unterschätzen. Wir wollen das Optimum erreichen.

In gut zwei Wochen geht es dann endlich los! Mit dem TuS Horchheim II gastiert am Samstag den 17.9. um 17:45 Uhr ein Gegner in Kobern, gegen den es in den letzten Jahren nur Siege gab. Doch Horchheim hat sich auch verstärkt und der SVU will nicht wie in den letzten beiden Jahren mit einer Klatsche in die Saison zu starten. Es wird also spannend zu sehen, wie sich die Mannschaften entwickelt haben. Im Anschluss (19:45 Uhr) bestreiten zudem die Damen ihr erstes Heimspiel in der Rheinlandliga. Gegner dort die HSG Hunsrück II – ebenfalls Aufsteiger in die Rheinlandliga und ein sehr junges Team, gegen das unsere Damen nicht chancenlos sein sollten!

Wenn das nicht Grund genug ist, zahlreich in der Koberner Sporthalle zu erscheinen und den SVU zu unterstützen!!

CS/ha